Querdenken in Leipzig

Wenig ĂŒberraschend gab es heute in Leipzig die zu erwartenden Bilder von einem Staatsapparat, der rechter Mobilisierung nichts entgegenzusetzen hat. Über Wochen wurde in sozialen Medien eindeutig dazu aufgerufen, jegliche Regeln, Anordnungen und Auflagen zu umgehen, wenn nicht gar mit Gewalt zu brechen. Und so ist es auch gekommen. Der folgende Tweet steht gerade zu prototypisch fĂŒr den Verlauf des Tages:

Der Journalist Christoph Hedtke zur Situation am Abend von #le0711

Dabei greift die Kritik an der Polizei aber zu kurz. Die Stadt hĂ€tte als zustĂ€ndige Versammlungsbehörde schon viel frĂŒher die Möglichkeit gehabt, die Versammlung auf dem Augustusplatz aufzulösen. Das hat sie trotz aller vorherigen Willensbekundungen nicht getan und es stellt sich die Frage nach dem Warum.

Es geschieht nicht zum ersten Mal. Es braucht Konsequenzen. Im Leipziger Ordnungsamt und im Innenministerium Sachsens. Wie soll man bitte diese Sequenz erklÀren:

Übergriff auf Journalisten, wĂ€hrend Polizisten in nĂ€chster NĂ€he standen
Polizei bittet in Nachgang um Anzeigen der Betroffenen

Anstatt Lippenbekenntnissen braucht es Konsequenzen, und die beginnen in den Amtsspitzen.

Ich persönlich habe heute im ĂŒbrigen nicht an den Gegendemonstrationen teilgenommen, aus Selbstschutz. WĂ€hrend ich diese Zeilen schreibe höre ich Böller in BahnhofsnĂ€he hochgehen. 2020 huh?

Nachtrag:

Sachsen nun völlig absurd.